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Ryanair ist nicht zu stoppen

Ryanair Boeing 737-800
Ryanair Boeing 737-800, © The Boeing Company

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DUBLIN - Mit 28 Prozent mehr Passagieren und einer Rekordauslastung von 93 Prozent setzte die Günstigairline im Februar ihren rasanten Expansionskurs weiter fort.

Im rollenden Jahresvergleich stieg die Zahl der 12-Monats-Passagiere um 17 Prozent auf 104,6 Millionen.

Ryanair Marketingchef Kenny Jacobs führt den Erfolg auf das im Jahr 2015 eingeführte AGB-Promotionprogramm ("always getting better") zurück. Elemente der neuen Produktstrategie sind unter anderem mehr Dienste zu Primärflughäfen, eine neue Webseite, neue Apps, ein aufgefrischtes Erscheinungsbild (Uniformen, Kabine) und ein verbesserter Service, sowohl an Bord als auch auf den Flughäfen.

Mit ihrer Serviceoffensive will Ryanair auch neue Kundengruppen ansprechen, unter anderem Geschäftsreisende und anspruchsvollere Privatflieger. In einer Mitteilung der Airline bringt Kenny Jacobs den Kurswechsel auf den Punkt: "Wir bieten mehr als nur die günstigsten Preise und die pünklichsten Flüge in Europa."

Ryanairs Umkehr von spartanisch auf selektiven Service trägt Früchte, auch im Konzernergebnis. In der Gegenrichtung reagieren Fullservice-Airlines zunehmend mit servicerelevanten Günstigangeboten.

Im erbitterten Kampf um Marktanteile bleiben die Günstigairlines bislang dennoch vorne. Während sich die Lufthansa-Gruppe inklusive Günstigtochter Eurowings im Europaverkehr bei den Passagieren mit Zuwächsen im unteren einstelligen Bereich bewegt, legten die großen Billigairlines fast durchwegs zweistellig zu.

Zum Vergleich: LHG-Passagiere +0,6 Prozent (Europa Stand Januar 2016), Ryanair im Februar +28 Prozent, Vueling +26,9 Prozent (RPK), Wizzair +21,7 Prozent. Mit 9,8 Prozent knapp einstellig blieb im Februar Easyjet.

Bis 2020 will Ryanair allein in Deutschland ihren Marktanteil von fünf auf 20 Prozent erhöhen.
© aero.at | 03.03.2016 12:13

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Beitrag vom 05.03.2016 - 03:02 Uhr
Ich bin ganz bei bob.gedat. Ich bin gespannt, wenn die ganzen "Beihilfen" für die Reginalairports ausbleiben, ob dann eine FR in Deutschland bzw in der EU wirklich Fuß fassen kann. Für den Kunden bzw. den Reisenden wäre es sicher begrüssenswert, für mich als Angestellter am Flughafen...mhm...schwierig. Die Zeit wird es zeigen. Es dürfte sicher nicht einfach sein.

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2016 03:10 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.03.2016 - 23:22 Uhr
der ganze Lowcostsector hat keine wirkliche Zukunft. Die Blase platzt. Nicht heute, aber ich gebe dem Ganzen noch gute 5 Jahre und dann beginnt die Talfahrt.
Die Gefahr einer Blase besteht natürlich. Ich rechne aber damit, dass sich alle Geschäftsmodelle stark verändern werden. Die derzeitigen Lowcost-Modelle haben dafür eine (wichtige) Pionierfunktion. Klassische Legacy hat seine beste Zeit hinter sich, wie aber sieht in zehn Jahren eine moderne Airline aus? Ich behaupte, das weiß heute keiner, genauso wenig wie die nächste, wirklich neue Flugzeuggeneration.

Beitrag vom 04.03.2016 - 21:41 Uhr
der ganze Lowcostsector hat keine wirkliche Zukunft. Die Blase platzt. Nicht heute, aber ich gebe dem Ganzen noch gute 5 Jahre und dann beginnt die Talfahrt.








Dieser Beitrag wurde am 04.03.2016 21:42 Uhr bearbeitet.


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