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Germanwings-Absturz: Angehöriger zeigt Ärztin des Copiloten an

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DÜSSELDORF - Nach dem Germanwings-Absturz vom vergangenen Jahr hat ein Opfer-Angehöriger die Hausärztin des psychisch kranken Copiloten angezeigt.

Der Vater hatte seine Tochter und seinen 18 Monate alten Enkel verloren, als der Copilot die Maschine absichtlich zum Absturz brachte, wie die Zeitung "Die Welt" berichtete. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Montag den Eingang der Anzeige.

Nach Informationen der "Welt" wirft der Mann der Ärztin vor, weder den Arbeitgeber des Copiloten, die Lufthansa, noch das Luftfahrtbundesamt (LBA) über die von ihr diagnostizierten seelischen Störungen informiert zu haben. Die ärztliche Schweigepflicht gelte in einem solchen Fall nicht mehr, argumentierte der Mann in seiner Strafanzeige, die der "Welt" nach eigenen Angaben vorliegt.

Bei der Katastrophe in den französischen Alpen am 24. März 2015 waren alle 150 Insassen der Maschine getötet worden. In dem Fall sind bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf seither zahlreiche Anzeigen eingegangen.
© dpa | 06.06.2016 22:27

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Beitrag vom 07.06.2016 - 13:34 Uhr
Hier (und bestimmt auch bei vielen weiteren Vorfaellen...) haben wohl ganz viele Stellen die Aufsichtspflicht nicht zu 100% ernst genommen und deren Aufgaben unterschaetzt?
Nun sieht es fast so aus, als ob hier ein Ball ins rollen geraet, GUT SO.
LBA finde ich kehrt viel zu viele der eigentlichen Aufgaben unter den Teppich.
Schade, dass es erst so weit kommen musste, dass Menschen dafuer ihr Leben lassen mussten.
Nun wollen wir alle hoffen, dass verantwortliche Stellen wieder etwas besser hinschaun und nicht nur wie bisher die gestellten Aufgaben erfuellen.
Die "wird schon gut gehen" Einstellung muss endlich weg in der heutigen Zeit wo "Unerwartetes" immer wieder zu Tragoedien kommen kann und ein "Kunde"(Gast) teuer dafuer zahlt bei dem Germanwings Unglueck gleich 2x, denn der Flug wurde als Dienstleistung bezahlt und am Ende auch noch mit dem Leben da einige Stellen einfach V E R S A G T haben.
Hier geht es nicht um Geld denke ich, sondern um Verluste die vermeidbar gewesen waeren, wenn JEDER der Zustaendigen seine Aufgabe zu 100% erfuellt haette, die jeden Monat verguetet wird .... und das nicht schlecht nehme ich an?!
Jeder kleine Angestellte muss fuer "kleine" Fehler gereadestehen, was passiert bei diesem Vorfall der die ganze Welt betroffen hat???

Ich denke das Thema haben wir schon zu Genüge durch, da werden sich die Meinungen wiederholen.

Dennoch, Sie schreiben von Fehler oder Versagen. Das ist ja noch offen, ob jemand Fehler gemacht oder versagt hat. Vielleicht hat man sich ja innerhalb der Grenzen bewegt? Wenn Sie einen Systemwechsel wollen, ok. Aber wie weit, wo ziehen Sie die Grenze? Welche Berufsgruppen usw.... Hatten wir auch schon durch, wird aber wohl bei jeder Meldung zu dem Thema wieder beginnen...

Dieser Beitrag wurde am 07.06.2016 13:36 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.06.2016 - 13:25 Uhr
Es ist leider menschlich zu glauben, dass es immer einen ( oder mehrere ) Verantwortliche geben muss, wenn etwas Schlimmes passiert ist. Es ist eben einfach, einem Sündenbock die Sache anzuhängen.
Egal wie gut ein Kontrollsystem auch sein mag, wer es bewußt manipuliert ( und nichts anderes hat ein seelisch schwerstkranker Pilot hier gemacht ), der wird auch Erfolg haben. Das System muß verbessert werden, aber nicht in Hinblick auf Kontrollen und Strafen, sonder in Richtung Hilfe für Betroffene, damit sie sich offen bekennen können, bevor etwas passiert.
Dem klagenden Vater wird kein Richter der Welt helfen können, mit seinem Seelenschmerz fertig zu werden. Das können nur Seelen-Ärzte. Und genau wie der Pilot solche Ärzte konsequent hätte aufsuchen müssen, so sollte es auch dieser Vater tun.

Dieser Beitrag wurde am 07.06.2016 13:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.06.2016 - 12:59 Uhr
Woher kommt denn Ihr Ärger?

Natürlich hat das System versagt.

Sie sollten aber wissen, dass, damit es zu so einer Katastrophe kommt, es wohl nicht nur um die Ärztin geht, die in diesem Artikel verklagt wird, sondern, dass ganz viele "Kleinigkeiten" zusammen gekommen sind.

Ich finde, dass Sie es sehr einfach machen, in dem Sie einfach mehr Kontrollen, bzw. einfachen Denunziantentum fordern.

Wenn es keine Verantwortlichen, bzw. Institutionen geben würde, die auch mal Fehler machen, bzw. Fehler nicht zu lassen oder nur Schwarz-Weiß denken würden, gäbe es keine Luftfahrt in der Sie 420.000 Meilen hätten sammeln können!


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