ITA-Einstieg
Älter als 7 Tage

Lufthansa soll Angebot in Frankfurt und München reduzieren

ITA Airways Airbus A330-900
ITA Airways Airbus A330-900, © Airbus

Verwandte Themen

FRANKFURT - Lufthansa hadert mit Auflagen der EU-Kommission für den Einstieg bei ITA Airways. Nach Medieninformationen will Brüssel den Deal an Nordamerika- und Asien-Reduktionen in Frankfurt und München knüpfen. Lufthansa rechnet mit einer Einigung erst 2024.

Lufthansa trifft beim Einstieg bei ITA Airways auf Gegenwind aus Brüssel. Die EU-Kommission will ihr OK mit harten Auflagen versehen.

Die Abtretung einiger Slots an Wettbewerber hatte Lufthansa bereits eingepreist. Nach Informationen der italienischen Wirtschaftszeitung "Il Sole 24 Ore" fordert Brüssel von Lufthansa daneben, "Kapazitäten auf den Langstrecken aus Frankfurt und München" nach Nordamerika und Asien zu reduzieren.

Italien wittert nach Informationen der Zeitung eine Intervention des Konkurrenten Air France-KLM in Brüssel - der Konzern fürchte zu viel Marktmacht von Lufthansa im Transatlantikverkehr.

In einem Interview mit der "Financial Times" hatte EU-Wettbewerbskommissar Didier Reynders bereits eine härtere Gangart und neue Instrumente bei der Fusionskontrolle im europäischen Airlinesektor angekündigt.

Wo zieht Lufthansa die rote Linie? "Wir stehen täglich in einem konstruktiven Dialog mit der Europäischen Kommission", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr vergangene Woche in Frankfurt. Einzelne Auflagen, die derzeit kursieren, wollte der Lufthansa-Chef nicht kommentieren.

Lufthansa will im ersten Zug mit 41 Prozent bei ITA einsteigen, hat den Deal aber noch nicht offiziell in Brüssel zur Prüfung angemeldet.

ITA verstärkt Lufthansa erst 2024

Im aktuellen Pre-Notification-Verfahren gehe es darum, "potenzielle Widerstände und Fragen auszuräumen", sagte Spohr. Da ITA nach Marktanteilen nur Nummer drei oder vier in Italien sei, "wird diese Transaktion zu mehr Wettbewerb in Italien führen".

Lufthansa geht laut Spohr von einer baldigen Anmeldung des Deals in Brüssel aus und hofft auf eine "zeitnahe Genehmigung", um den Integrationsprozess von ITA zu starten. Der Kranich-Konzern rechnet inzwischen aber nicht mehr in diesem Jahr mit grünem Licht aus Brüssel, sondern erst "Anfang 2024".
© aero.de | Abb.: Airbus | 07.11.2023 09:20

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 09.11.2023 - 16:05 Uhr
Die EU ist doch ein Absolutes Scheisshaus.

Ah, unser Vize-Ersatz Presseprecher der AfD meldet sich wieder :)

Lol, danke! Hatte auch so etwas vermutet.
Beitrag vom 09.11.2023 - 16:02 Uhr

Sorry wenn ich jetzt mal wieder mit meiner Unwissenheit 'glänze':
Gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten ;-)
Da würde ich, ganz grundsätzlich, widersprechen wollen ;-)
Zum Thema...
Die Deutsche Lufthansa AG ist ein Lufttransportunternehmen, deren Flugbetrieb unter dem Markennamen Lufthansa agiert. Es ist keine eigenständige Tochter, wie zB Lufthansa Cityline AG. Wenn jetzt dieser Flugbetrieb einen weiteren Flugbetrieb erwirbt, dann werden durch mögliche Marktmacht auftretende Bedenken zwischen diesen Beiden gelöst.
Die Group organisiert nur die eigenen Geschäfte sowie die der Beteiligungen und wird im Außenauftritt als Lufthansa Group repräsentiert.
Im Unterschied zur IAG, die keine eigene Airline ist, sondern nur eine Holding, der verschiedene Airlines gehören.

Danke. Wer erwirbt nun aber die Anteile bzw. wie geplant komplett ITA? Die AG?

Ok, unsauber formuliert. Müsste heißen... Wenn jetzt dieses Lufttransportunternehmen einen weiteren Flugbetrieb erwirbt, dann werden durch mögliche Marktmacht auftretende Bedenken zwischen diesen Beiden gelöst.
Daraus ergibt sich, die DLH AG kauft ITA.
Details zur Unternehmensstruktur finden Sie unter LH Group.
Beitrag vom 09.11.2023 - 14:23 Uhr

Sorry wenn ich jetzt mal wieder mit meiner Unwissenheit 'glänze':
Gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten ;-)
Da würde ich, ganz grundsätzlich, widersprechen wollen ;-)
Zum Thema...
Die Deutsche Lufthansa AG ist ein Lufttransportunternehmen, deren Flugbetrieb unter dem Markennamen Lufthansa agiert. Es ist keine eigenständige Tochter, wie zB Lufthansa Cityline AG. Wenn jetzt dieser Flugbetrieb einen weiteren Flugbetrieb erwirbt, dann werden durch mögliche Marktmacht auftretende Bedenken zwischen diesen Beiden gelöst.
Die Group organisiert nur die eigenen Geschäfte sowie die der Beteiligungen und wird im Außenauftritt als Lufthansa Group repräsentiert.
Im Unterschied zur IAG, die keine eigene Airline ist, sondern nur eine Holding, der verschiedene Airlines gehören.

Danke. Wer erwirbt nun aber die Anteile bzw. wie geplant komplett ITA? Die AG?



Für mich stellt sich die Frage, würde ITA Teil der LH Group oder der LH AG, also gemeinsam mit LH,LX,OS, SN +(dann) ITA?
Auch wenn immer nur von "Lufthansa" geschrieben wird ist hier die Lufthansa AG (auch als "Lufthansa Group" bezeichnet) gemeint. Die Airline "Lufthansa" heißt offizielle "Lufthansa German Airlines" und ist Teil der Group.

In letzterem Fall würde sich die Frage aufdrängen, warum der EU Mensch nur auf FRA und MUC reflektiert?
Da gibts mehrere Vermutungen, wie z.B Einflussnahme durch Konkurrenz-Airlines wie AirFrance-KLM...


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

schiene.de

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

FLUGREVUE 04/2024

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden