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Parlamentarier: FCAS "zum Erfolg führen"

FCAS
FCAS, © Airbus

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BERLIN - Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung will die Regierungen in Berlin und Paris dazu aufrufen, das schwer ins Schlingern geratene Luftkampfsystem FCAS doch noch "zum Erfolg zu führen".

"Wir Europäer müssen künftig vermehrt Waffensysteme gemeinsam entwerfen, entwickeln und auch beschaffen", heißt es in einem Beschlussentwurf für ein Treffen am Montag in Berlin. Der Text lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Die Bundesregierung hatte angekündigt bis, zum Jahresende über das Vorhaben, um das es mit Frankreich seit Jahren industriepolitische Verteilungskämpfe gibt, zu entscheiden

Die deutsche Erwartung ist, dass sich das französische Unternehmen Dassault "an die bestehenden Vereinbarungen hält". Danach sollen Dassault, Airbus Deutschland und das spanische Unternehmen Indra jeweils zu einem Drittel an dem Projekt beteiligt werden. Berichten zufolge strebt Dassault nun aber 80 Prozent an, was für Deutschland nicht infrage kommt.

Das Luftkampfsystem soll später den Eurofighter ablösen

FCAS steht für "Future Combat Air System". Das Luftkampfsystem soll von 2040 an einsatzfähig sein und den Eurofighter ablösen. Es soll im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und ist insofern mehr als ein Kampfflugzeug. Auch Spanien ist seit 2019 an dem Projekt beteiligt.

Die Gesamtkosten werden auf einen dreistelligen Milliardenbetrag geschätzt. Zuletzt gab es Berichte, Deutschland und Frankreich könnten das Projekt zusammenstreichen und sich auf die Entwicklung einer militärischen "Cloud" konzentrieren, also einer gemeinsamen Datenzentrale und Schaltstelle für die unterschiedlichen Systeme: Kampfflugzeuge, unbemannte Systeme und Sensoren.

Parlamentarier fordern Ausbau der Zusammenarbeit

Der CDU-Abgeordnete Andreas Jung, deutscher Vorsitzender der Versammlung, forderte, Deutschland und Frankreich müssten "Schrittmacher sein für eine europäische Verteidigungsunion". Er sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Voraussetzung dafür ist Partnerschaft auf Augenhöhe und echter Wille zur Kooperation. Dazu rufen wir alle Akteure in Deutschland und Frankreich auf. Gemeinsame strategische Interessen sind wichtiger als nationale Traditionen."

Die französische Vorsitzende der Parlamentariergruppe, Brigitte Klinkert, teilte mit, angesichts der Rückkehr des Krieges nach Europa sei eine kohärentere und effektivere europäische Verteidigung nötig. Sie warnte: "Ohne ein klares Engagement von Frankreich und Deutschland ist kein Fortschritt möglich."
© dpa | 30.11.2025 17:56

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Beitrag vom 02.12.2025 - 11:36 Uhr
Jedes Gen4 Kampfflugzeug der Welt wird weiterentwickelt und zwar nicht nur durch Integration neuer Systeme sondern oft auch durch tiefgreifende Änderungen am Flugzeug selber wie neue Lufteinlässe, Schubvektorsteuerung usw.

Jedes Gen4 Kampfflugzeug außer dem Eurofighter obwohl der eigentlich das mit Abstand modernste und beste Gen4 Design ist.
(das sogenannte "aerodynamic modification kit" ist ein schlechter Scherz und wäre früher 'von der Front' in der Brotzeitpause selber gebaut worden)
Wobei beim Eurofighter aber ja nicht mal die Systeme weiterentwickelt werden. Siehe nicht vorhandenes Mid Life Upgrade.


Der Industrie eine Beruhigungspille in den Mund zu stopfen und ihn zuzuhalten bis sie heruntergeschluckt wird so wie es von Merkel und ihrer liebsten, besten Schülerin beim Fantasie-Fighter aber z.B. auch bei der erzwungenen Fusion von KMW zwecks Fantasie-Panzer gemacht wurde führt nur dazu dass Deutschland für die nächsten 20 Jahre völlig von der F35 abhängig sein wird nachdem der Eurofighter nicht nur sein Potential nicht entfalten kann sondern insb. im Bereich ECM, ESM usw. natürlich obsolet werden wird oder sogar schon ist wenn man bedenkt dass gerade die EW Suite vom Gripen (!) integriert wird.
Beitrag vom 02.12.2025 - 05:06 Uhr
@IRIS

Wie auch diejenigen Deutschen Politiker welche dieses Projekt wider besseren Wissens aufgegleist haben und die Weiterentwicklung des großartigen Eurofighters verhindert haben

Da gibt es nichts weiterzuentwickeln. Der Typhoon-Entwurf ist aus den 1980ern, um die fünfte oder gar die sechste Generation von Kampfflugzeugen zu realisieren, braucht es einen kompletten Neuentwurf.
Der Witz an Ihrer Kritik ist ja, dass Sie unwissentlich genau das fordern, was Dassault vorschwebt. Denn was Trappier vorschwebt, ist unterm Strich lediglich ein Upgrade der Rafale. Wozu speziell die deutsche Luftwaffe sagt: Das genügt unseren Anforderungen absolut nicht.
Beitrag vom 01.12.2025 - 00:09 Uhr
Wie hieß eigentlich nochmal dieser kleine Araber der Airbus verklagt hat und dann gefeuert wurde?

Falls Trappier nicht bald einen ähnlichen Abflug hinlegt kann man sicher davon ausgehen dass der Französische Staat hinter diesen Aktionen steckt.

Die Französischen Politiker kann man dann zwar immer noch nicht beneiden aber durchaus verachten.
Wie auch diejenigen Deutschen Politiker welche dieses Projekt wider besseren Wissens aufgegleist haben und die Weiterentwicklung des großartigen Eurofighters verhindert haben. Insofern gilt mal wieder:

Danke Merkel


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