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Vor 2 Tagen

Lufthansa-Piloten setzen Streik fort

Lufthansa-Streik
Lufthansa-Streik, © aero.de

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MÜNCHEN - Trotz angekündigter Schließung der Lufthansa Cityline legen Piloten den Flugbetrieb weiter lahm. An den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München wurden erneut hunderte Flüge gestrichen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit zweifelt unterdessen die Begründung für das Cityline-Aus an.

Die Piloten der Lufthansa haben am Freitag ihre Streiks fortgesetzt. Bestreikt wurden erneut die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline.

Letztere soll nach dem Willen des Lufthansa-Vorstands nie wieder abheben - sondern bereits am Samstag vorzeitig geschlossen werden. Begründet wurde der Einschnitt mit hohen Kerosinkosten und den Kosten der seit Tagen anhaltenden Streiks.

Am Freitag wurden allein am Drehkreuz Frankfurt erneut rund 650 von 1.337 geplanten Starts und Landungen annulliert, wie der Betreiber Fraport berichtet. Die Zahlen beziehen sich auf sämtliche Airlines am Standort, die Annullierungen sind aber zum größten Teil auf den Lufthansa-Streik zurückzuführen. Auch in München kam es erneut zu größeren Ausfällen.

Für Samstag rechnet Lufthansa mit einem weitgehend normalen Programm. Konkrete Auswirkungen durch die Schließung des Flugbetriebs von CityLine nannte Lufthansa nicht.

Machtdemonstration statt Sparmaßnahme?

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte den verschärften Sparkurs des Lufthansa-Konzerns scharf kritisiert und zweifelte die Begründung an: "Die angeführten geopolitischen Gründe erscheinen aus unserer Sicht nicht überzeugend, da kein Wettbewerber derzeit Kapazitäten in diesem Umfang aus dem Markt nimmt", sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro.

Das Management scheine bereit zu sein, erhebliche operative und wirtschaftliche Schäden in Kauf zu nehmen, um seine Tarifpolitik durchzusetzen.

Es ist der fünfte Streiktag in Folge. An vier Tagen dieser Woche waren Pilotinnen und Piloten zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, an zwei Tagen die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter.

In den Tarifverhandlungen geht es bei den Lufthansa- und Cargo-Piloten um höhere Beiträge des Arbeitgebers zu den Betriebsrenten, während bei der Cityline um höhere Gehälter gestritten werden sollte.
© dpa, aero.de | Abb.: aero.de | 17.04.2026 06:16

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Beitrag vom 17.04.2026 - 22:56 Uhr
Na ja, bald gibt es keine Kerosin mehr, dann spart ein Streik sogar Geld.


Nee, dann fliegt auch keiner, ohne Streik. Wer weiss, steckt gar die VC hinter der Kerosinknapphei tund macht gemeinsame Sache mit den Iranern? Nichts genaues weiss, man nicht!
Beitrag vom 17.04.2026 - 07:40 Uhr
Und dann macht der letzte das Licht bei LHC aus…..
Beitrag vom 17.04.2026 - 07:09 Uhr
Na ja, bald gibt es keine Kerosin mehr, dann spart ein Streik sogar Geld.


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