Airbus A320neo
Älter als 7 Tage

Piloten melden Vibrationen im Triebwerk

Pratt & Whitney PW1100G an Airbus A320neo
Pratt & Whitney PW1100G an Airbus A320neo, © Airbus

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TOULOUSE - Das Fiasko der A320neo-Triebwerke setzt sich fort. Laut Insidern sucht Pratt & Whitney die Ursache für Vibrationen im Triebwerk, die zuletzt gehäuft von Piloten gemeldet wurden. Lufthansa stellt sich unterdessen auf mehrmonatige Wartezeiten für fehlerfrei laufende Antriebe ein.

Pratt & Whitney will die neueste Hiobsbotschaft noch nicht bestätigen. Wer - wie die Nachrichtenagentur "Bloomberg" - nachfragt, erhält eine knappe Antwort: "Wir unterstützen Betreiber (...), während die neueste Konfiguration der Triebwerke in den Flotten nachgerüstet wird."

Doch offenbar macht das Triebwerk erneut Ärger. In den Cockpits einiger A320neo liefen im Flug Warnmeldungen über erhöhte Vibrationen im Triebwerk ein. Pratt & Whitney geht dem Problem laut Insidern derzeit nach, konnte die Ursache aber noch nicht feststellen.

Teams des Herstellers und betroffener Airlines versuchen demnach, die Vibrationen bei Testläufen zu reproduzieren und probieren verschiedene Kombinationen neuer und ausgetauschter Komponenten durch.

Airbus will sich auf Nachfrage nicht zu der Angelegenheit äußern. Wegen früherer Defekte und Lieferengpässen läuft Airbus Gefahr, das 2018er Auslieferungsziele von 210 A320neo mit den ultrasparsamen Pratt & Whitney Getriebefan-Triebwerken um bis zu 40 Flugzeuge zu verfehlen.

Immerhin konnten Airbus und der Programmpartner den Stau halbfertiger A320neo, denen zur Auslieferung nur noch die Triebwerke fehlten, zuletzt von 100 auf 70 Flugzeuge reduzieren. Die nun aufgetretenen Vibrationen sollten Programm- und Lieferpläne laut den Insidern auch nicht weiter zurückwerfen.

Lufthansa setzt letztes Ersatztriebwerk ein

Erstbetreiber Lufthansa kennt die Tücken des Getriebefans, die von überlangen Anlass- und Leerlaufzeiten, Softwareproblemen, leckenden Dichtungen bis hin zu vorzeitiger Abnutzung reichen.

Laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr wird es noch Monate dauern, bis Pratt & Whitney zuverlässige Triebwerke liefern kann. "Für die nächsten paar Monate bleiben wir auf uns gestellt", sagte Spohr kürzlich vor Mitarbeitern. "Frühestens ab November" werden mangelfreie Triebwerke in Frankfurt erwartet.

Die zwölf bisher an Lufthansa ausgelieferten A320neo fallen derzeit regelmäßig für Arbeiten an den Triebwerken aus. Inzwischen hat Lufthansa laut Spohr kein Ersatztriebwerk mehr auf Lager - das letzte wurde am Morgen des 14. August eingesetzt.
© aero.de | Abb.: Airbus | 30.08.2018 15:34

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Beitrag vom 31.08.2018 - 14:30 Uhr
Mich würde interessieren, wer die Kosten für diese ganzen Triebwerksmängel trägt. Das müssen ja inzwischen Milliarden sein.
Beitrag vom 30.08.2018 - 20:44 Uhr
Naja zumindestens heute waren alle 12 LH Neos in der Luft.
Beitrag vom 30.08.2018 - 19:33 Uhr
Ich kann mir irgendwie nicht helfen, aber ich habe eher das Gefühl, dass diese Nachrichtenargentur da eine alte Nachricht neu aufwärmt.

Die alten Dichtungen versagte eigentlich immer kurz nachdem die Vibrationen stark zunahmen. Vielleicht haben die Piloten das beschrieben. In kostenpflichtigen Fachportalen wird nämlich nichts davon beschrieben, und da stand vor der AD ne Menge drin.

Ich würde auf eine fundierte Bestätigung warten, bevor ich mir hier die Finger wundtippe. Bloomberg gilt nicht gerade als das Fachmedium der Wahl in Luftfahrtfragen. Aber das ist meine Meinung.


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