Flottentausch
Vor 6 Tagen

Austrian startet Ausbau ihrer Europaflotte

Austrian Airbus A320
Austrian Airbus A320, © Ingo Lang

Verwandte Themen

WIEN - Austrian Airlines hat am Sonntag den ersten von zehn Airbus A320 übernommen, die ab November schrittweise 18 Bombardier Q400 Turboprops ersetzen. Weitere vier A320 sollen künftig im Wet-Lease von der in Wien ansässigen Eurowings Europe auf Austrian-Strecken zum Einsatz kommen.

Vier der bis November eingehenden Airbus A320 stammen von Avianca Brasil, zwei weitere kommen vom Star Alliance Connect-Partner Juneyao Airlines, sie werden im Januar 2020 erwartet. Das Alter der ersten sechs Maschinen liegt zwischen sechs und zwölf Jahren. Zwei Neuzugänge sollen bereits zum kommenden Winterflugplan in Austrian-Farben fliegen.

Austrian Airlines reagiert auf Flottenzuwächse ihrer Mitbewerber Lauda/Ryanair und Wizz Air, die zum Sommer 2020 zusammen sechs weitere Maschinen nach Wien verlegen werden. Vier davon stellt Ryanair im Wetlease für ihre Österreich-Tochter.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Konzernschwester Eurowings wird Austrian ab Januar 2020 fünf vormalige Eurowings-Ziele in ihr Netz übernehmen: Barcelona (zwei Mal täglich), Birmingham (täglich), Nürnberg (bis zu zwei Mal täglich), Rom (drei Mal täglich) sowie Zadar (täglich).

Nach Abschluss des Flottenumbaus wird Austrians Airbus-Flotte operativ von 36 auf 50 Maschinen anwachsen - darunter vier von Partner Eurowings.

Austrian verstärkt damit ihr Drehkreuz in Wien, während sich Eurowings auf den Lokalverkehr konzentrieren wird. So werden künftig alle Deutschlandstrecken der Eurowings von den Zielorten heraus angeflogen. Das für Sommer 2020 geplante touristische Flugprogramm von Austrian und Eurowings wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Die außer Dienst gestellten Q400-Turboprops werden in einem ersten Schritt durch Mittelstrecken-Jets der Reihe Embraer E195 ersetzt und diese wiederum zum Teil durch A320. Gegenwärtig hat Austrian Airlines 17 Maschinen dieses Musters im Einsatz. Die regionalen Basen in Graz, Innsbruck, Klagenfurt und Salzburg gibt Austrian Airlines auf.
© aero.at | Abb.: Austrian Airlines | 08.10.2019 16:43

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 09.10.2019 - 08:57 Uhr
Naja, im wesentlichen ist das ja - wie im Artikel ganz richtig benannt - eine Auseinandersetzung zwischen Lufthansa Group (mit ihren beiden Töchtern AUA und Eurowings), Ryanair (mit Tochter Lauda) und Wizzair, wobei Ryanair und Wizzair Wien gerade mit immer mehr Flugzeugen und immer mehr Destinationen zu immer niedrigeren Preisen schwemmen. Unter diesen Bedingungen machen die Umstrukturierungen von AUA und Eurowings im österreichischen Markt Sinn, auch das Ausloten von mehr Konzern internen Synergieeffekten. Auch die Neuaufstellung der AUA-Kurz- und Mittelstreckenflotte macht unter diesen Auspizien Sinn und ist, denke ich, mehr als nur der Aversion von Carsten Spohr gegen die Dash-"Rasenmäher" geschuldet. Um im Bild des Ritter-Turniers zu bleiben: Die LH Group ist hier sichtlich in einer Verteidigungsstellung und versucht so gut und effektiv wie möglich sich der Angriffe zu erwehren und das eigene Terrain zu behaupten. Bei Ryanair ist es dagegen eher eine Verlagerung der Stellung: Während in Deutschland, Großbritannien und sogar Spanien abgebaut wird, wird in Italien (wo man bereits die Nr. 1 auf dem Markt ist), in Mittelosteuropa (vor allem in Polen) und eben in Österreich als geografischem Mittelteil und Bindeglied zwischen diesen beiden europäischen Regionen expandiert. Das zeigt, dass Ryanair an einem gewissen Wachstums-Maximum angekommen ist und die Entwicklung nurmehr nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren erfolgt - oder positiv gewendet: man konzentriert sich darauf, Stärken zu stärken. Wizzair nimmt dagegen derzeit die Rolle des jugendlichen "Ritters Heißsporn" ein: nachdem man Mittelosteuropa mit blankem Schwert "aufgerollt" hat und etwa in Rumänien und Ungarn zum Marktführer geworden ist, wird nun das angrenzende Terrain in Mitteleuropa (Deutschland und eben Österreich) "in Angriff" genommen mit dem erklärten Ziel, danach West- und Südeuropa zu "erobern".
Übrigens ist dann in Wien auch noch ein kleiner Knappe mit Prinz-Eisenherz-Frisur namens Level unterwegs, der auch einmal ein großer Ritter werden möchte wie die anderen drei.

Wer nach dem in der Folge derzeit einsetzenden "Gemetzel" auf dem Turnierplatz übrig bleibt? "Schau´n mer mal". Die Raubritter, die hinter Wizzair stehen, werden ihre Kriegskasse aber hoffentlich gut durchgezählt haben, in der Vergangenheit endeten derartige "Beutezüge" mit der offenen Lanze in fremdes Gebiet jedenfalls schon mal mit Bauchlandungen auf der nassen Wiese - siehe dazu mehr unter WOW Air und Norwegian.
Beitrag vom 08.10.2019 - 19:29 Uhr
Das hört sich nach richtigem Wettbewerb an. Bin gespannt wer nach nach dem blutigen Gemetzel noch steht. Mir kommt da die berühmte Szene der Ritter der Kokosnuss in den Sinn.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

PaxEx.de Passenger Experience

FLUGREVUE 10/2019

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden