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"Wir sind keine Micky-Maus-Airline"

Qatar Airways Airbus A350
Qatar Airways Airbus A350, © Airbus

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BERLIN - Qatar Airways bricht mit Oneworld. Ein Austritt aus der Allianz sei nach den letzten Wochen wahrscheinlicher als ein Verbleib, sagte Airlinechef Akbar Al-Baker am Mittwoch auf der ITB in Berlin. Neue Flugzeugkonzepte von Airbus und Boeing für die 2020er Jahre lassen Al-Baker kalt.

Akbar Al-Baker rechnet mit Oneworld ab. "Man hat uns als Gast eingeladen, aber dann durften wir unser Wasser nicht aus einem Glas sondern allenfalls aus dem Hahn trinken", sagte der Qatar-Airways-Chef vor Medienvertretern in Berlin. "Wir sind keine Micky-Maus-Airline."

Qatar Airways will bis Juni über einen "QExit" aus Oneworld entscheiden. Er werde sich "nicht länger von einer bestimmten Person schikanieren lassen", sagte Al-Baker. Gemeint ist American-Airlines-Chef Doug Parker. Parker hatte Al-Baker ein Foulspiel mit der italienischen Tochter Air Italy im Wettbwerb vorgeworfen.

Seit 2017 hat sich der Himmel für Qatar Airways durch die Katar-Blockade der Nachbarstaaten verengt. Auch deswegen flog Qatar Airways im letzten Jahr 69 Millionen US-Dollar Minus ein. Al-Baker steuert mit einem Kostenprogramm gegen und will die Flotte schneller auf effizientere Flugzeuge umbauen.

Kein Interesse an "A350-2000" und "797"

Zehn Airbus A380 mustert Qatar Airways ab 2024 nach zehn Einsatzjahren aus. "Das Flugzeug ist sehr schwer und verbraucht zu viel Treibstoff", hatte Al-Baker aero.de im Februar gesagt. Aufgaben der A380 überträgt Qatar Airways an die neue Teilflotte Boeing 777-9, die ab 2020 in Doha aufgebaut wird.

Eine nochmals gestreckte A350 ist für Al-Baker keine adäquate Alternative zum neuen Boeing-Twin. Airbus hatte 2016 auf Initiative von Singapore Airlines Eckdaten einer "A350-2000" bei 79 Meter Rumpflänge und 414 Sitzen skizziert - das wären im Vergleich zur A350-1000 vier Meter und 45 Sitze mehr.

Danach hatte Airbus die Idee zunächst nicht weiter verfolgt. Nach dem beschlossenen Ende der A380-Produktion könnte Airbus die A350-2000 aber wieder zurück auf die Tagesordnung holen.

Von einer Erweiterung seines Programmspektrums um eine "797" für mittlere Langstrecken rät Al-Baker Boeing ab. Eine leichte Regionalversion der 787 ist nach Einschätzung des Managers für diesen Zweck wesentlich besser geeignet: "Im Dreamliner steckt jede Menge Potenzial, Gewicht zu senken."
© aero.de, Bloomberg News | Abb.: Oneworld | 07.03.2019 13:24

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Beitrag vom 07.03.2019 - 18:56 Uhr
So wie er sich präsentiert ist die größte Mickey Maus des Unternehmens der Chef selbst.
Beitrag vom 07.03.2019 - 18:49 Uhr
In Wahrheit spürt auch Qatar das die Bäume am Golf nicht mehr in den Himmel wachsen.

Öl ist günstig und nicht mehr viel vorhanden in den Emiraten.
Wenn man A380 durch B779 ersetzt, dann schrumpft man, und zwar ne ganze Ecke.

Das er bei dem politischen Risiko auf der Bremse steht ist klar. v.a. mit noch 40 A350, 60 B777x und 30 B789 ein riesieges Wachstum bestellt, das muss er erstmal füllen.

Grundsätzlich nicht falsch mit dem Erdöl, nur Katar zählt eben NICHT zu den VAE (Emiraten) und außerdem ist es auch nicht vom Erdöl abhängig.
Katar teilt sich nämlich mit dem Iran das mit Abstand größte Erdgasvorkommen der Welt und verdient damit ungeheuerlich viel Geld.
Beitrag vom 07.03.2019 - 18:19 Uhr
'...und will die Flotte schneller auf effizientere Flugzeuge umbauen.'

wenn da mal nicht bald die 330 und 340er dem 380 auf den Schrottplatz folgen.


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