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Lufthansa findet Mindestpreis für Flüge "legitim"

Harry Hohmeister
Harry Hohmeister, © Deutsche Lufthansa AG

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BERLIN - Die Lufthansa zeigt sich offen für den Vorstoß von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz für Preisuntergrenzen bei Flügen.

"Wenn Mindestpreise heißen, dass Airlines ihre Kosten decken müssen und nicht Phantasiepreise unterhalb der anfallenden Steuern und Gebühren aufrufen dürfen, dann ist das legitim", sagte Vorstandsmitglied Harry Hohmeister den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag).

Scholz hatte Mitte Mai dem Sender ProSieben gesagt, gegen Billigflüge vorgehen und eine Preisuntergrenze setzen zu wollen.

Eine Verteuerung des Fliegens etwa durch Zusatzsteuern wäre Hohmeister zufolge aber gerade jetzt in der Krise kontraproduktiv. "Wir haben schon eine Luftverkehrssteuer, die in normalen Zeiten etwa eine Milliarde Euro im Jahr für den Staatshaushalt bringt", sagte Hohmeister. Dieses Geld sollte aus Sicht der Airline für die Weiterentwicklung von nachhaltigem Kerosin und neue Antriebstechnologien verwendet werden.

Zur Debatte um ein mögliches Verbot von Inlands- und Kurzstreckenflügen sagte Hohmeister, Lufthansa habe Inlandsflüge seit Jahren immer dort aufgegeben, wo die Bahn konkurrenzfähig ist. Für bestimmte längere Strecken und als Zubringer für Langstreckenflüge blieben innerdeutsche Flüge wichtig für die Gesellschaft und die deutsche Wirtschaft. "So lange ein Flughafen wie München keinen ICE-Anschluss hat, gibt es noch viel zu tun beim Ausbau der Bahninfrastruktur", sagte er.
© dpa-AFX | 01.06.2021 05:40

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Beitrag vom 08.06.2021 - 09:56 Uhr
Immer weniger Menschen scheinen bereit zu sein, diesen Deadlock zu akzeptiren...
Dann ist es doch gut. Die Politik und der Markt reagieren ja auch und setzen sich mit dem Thema auseinander. Ob die Geschwindigkeit ausreicht wird man sehen. Wenn man fühlt das geht zu langsam, muss man den Druck erhöhen oder eben das Ergebnis akzeptieren. Die Wahl in SA hat gezeigt, dass hier Wunsch und Bedürfnis noch weit auseinaderliegen.

Wie auch immer das gemeint sollte.

Deadlock ist so gemeint, dass
1) innerhalb eines Landes jede Industrie auf die andere zeigt und sagt: "Sollen doch die erstmal grüner werden".
Ja, aber jede Industrie muss natürlich aufpassen, dass sich durch lokale Maßnahen international nicht ins OFF stellt. Haben Sie ja auch so erkannt.
2) die verschiedenen Nationen zwar dolle Lippenbekenntnisse und Unterschriften unter "Ziele für 2050" leisten, die konkreten Umsetzungen innerhalb der Länder aber oft an 1) scheitern oder massiv verwässert werden.
Das ist natürlich ein dickes Brett und global noch mal dicker. Da hilft nur mehr Öffentlichkeit und Wählerdruck. Aber da ist dann auch jeder gefordert und wenn es diesen Druck nicht gibt, dann ist das so. Das wäre dann wieder die Gesetze des freien Marktes auch aushalten.


Dieser Beitrag wurde am 08.06.2021 09:57 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.06.2021 - 08:27 Uhr

Wenn dann aufgrund des Preises (den Sie errechnet haben, die Passagiere vermehrt Bahn fahren und die Flugzeuge zwischen HAM und FRA nur noch zu 50% ausgelastet sind .... dann wird der CO2 Ausstoss der Flugzeuge ja wieder nicht besteuert ..... eine Lufthansa hätte weniger Erlöse bei nahezu gleichen Kosten ....

Ich würde eher davon ausgehen, dass sie dann seltener die entsprechende Strecke fliegt und so CO2 spart, bei ähnlichem Gewinn pro Flug wie heute.

Aber das hat doch Einfluss auf die Angebotsqualität, weniger Frequenzen bedeutet längere Umsteigezeiten, bei manchen Destinationen würde das zum Streichen dieser Strecken führen.
Und das soll keinen Einfluss auf den Wettberwerb haben?
Beitrag vom 08.06.2021 - 08:07 Uhr
Immer weniger Menschen scheinen bereit zu sein, diesen Deadlock zu akzeptiren...
Wie auch immer das gemeint sein sollte.

Deadlock ist so gemeint, dass
1) innerhalb eines Landes jede Industrie auf die andere zeigt und sagt: "Sollen doch die erstmal grüner werden".
2) die verschiedenen Nationen zwar dolle Lippenbekenntnisse und Unterschriften unter "Ziele für 2050" leisten, die konkreten Umsetzungen innerhalb der Länder aber oft an 1) scheitern oder massiv verwässert werden.


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