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Lufthansa schränkt Zusage an Piloten ein

Lufthansa Cargo Boeing 777F
Lufthansa Cargo Boeing 777F, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa hat sich im Tarifstreit mit Cockpit einen großen Schritt auf die Konzernpiloten zubewegt. Das Management will "keine strategischen Entscheidungen treffen, die zu dauerhaften Personalüberhängen" führen. Lufthansa Cargo ging diese Zusage im Nachhinein doch zu weit.

Lufthansa sucht einen Deal mit den Konzernpiloten. Seit Freitag kursiert ein internes Memo hierzu. Das Dokument liegt aero.de vor - und nennt Eckpunkte.

"Idealerweise gelingt es uns, gemeinsam mit der Vereinigung Cockpit die PPV (...) zu erneuern", stellt Lufthansa den Piloten gleich zu Beginn eine Reaktivierung der Ende 2021 gekündigten Flottenzusage in Aussicht.

Auf Cockpit-Einstellungen bei der umstrittenen Zubringerneugründung Cityline 2 verzichtet Lufthansa vorerst - der Konzern will "keine Fakten" schaffen, die das Tauwetter gefährden. Mehr noch: Lufthansa sieht Cityline 2 als "gemeinsamen Lösungsraum" - die Piloten sollen in den Aufbau des AOC eingebunden werden.

Lufthansa Cargo sägt am Olivenzweig

Das vielleicht wichtigste Signal des Konzerns: "Zugleich werden wir keine strategischen Entscheidungen treffen, die zu dauerhaften Personalüberhängen bei der DHL oder LCAG führen", versprach Lufthansa am Freitag Jobsicherheit - musste die Erwartungen im Nachgang aber direkt wieder einfangen.

"Um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht dabei um die Gründung neuer Plattformen und nicht um die unternehmerische Entscheidung über den Operator der weiteren LCAG B777 oder ein Wachstum der A321 Frachter-Flotte", schränkte Lufthansa die Zusage am Dienstag in Hinblick auf Lufthansa Cargo ein.

Die A321F werden derzeit von Cityline bereedert, über den Betreiber zwei neuer 777F - Lufthansa Cargo oder Aerologic - will der Konzern 2023 entscheiden.

Der Rückzieher bei Lufthansa Cargo stelle alle Beteiligten nun vor Probleme, sagte ein Insider aero.de.
© aero.de | 03.11.2022 06:43

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Beitrag vom 03.11.2022 - 10:08 Uhr
Ich verstehe diesen ganzen Hype über diese Vereinbarung überhaupt nicht. Da wird geredet über eine 180Grad Wendung der Geschäftsleitung usw dabei hat für "läppische" 1000€ sich verkaufen lassen.
Wie sie schon sagten CLH2 ist ja nicht vom Tisch sondern man stellt keine Piloten ein.
Lufthansa und CLH können keine Piloten einstellen, weil bis nächstes Jahr Q3 keine Kapazitäten in den Simulatoren frei sind. Und man feiert einen Einstellungsstopp bei CLH2. Lufthansa selbst nahm ja schon das Wort CLH3 in den Mund, das zeigt ja schon wie es in Zukunft laufen wird. Dieser Ableger wird immer ein Thema sein und kommt nächstes Jahr wieder auf den Tisch und alle werden sich aufregen, wie konnten sie nur. Dabei kann man doch jetzt schon sehen wie viele Hintertürchen sich LH geschaffen hat
Beitrag vom 03.11.2022 - 08:37 Uhr
Spannend. Nachdem der erste Partyrausch verflogen ist kommen die Details ans Licht, die man auch schon vorher hätte lesen können. CLH2 scheint alles andere als tot, nur die Pausentaste gedrückt, es gibt ja auch eine Menge Probleme bei CLH zu lösen (zB. Röhrengrenze) und die GWIler müssen noch untergebracht werden. Cargo lässt sich nicht in das Direktionsrecht reinreden und die Rückkehr zur PPV mit den entsprechenden Privilegien wird es auch nicht umsonst geben. Da ist noch Musik drin.


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