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Condor will 2023 weitere Staatshilfen tilgen

Ralf Teckentrup
Ralf Teckentrup, © BDL

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FRANKFURT - "Der Nachholbedarf ist noch nicht gestillt": Condor-Chef Ralf Teckentrup geht für 2023 trotz Rezession und hoher Inflation von einer weiteren Erholung aus. In einem Interview mit dem "Handelsblatt" kündigt Teckentrup die Rückzahlung weiterer Staatshilfen an - und rechnet erneut mit Lufthansa ab.

Condor geht 2023 nicht von gedämpfter Reiselust aus. "Der Nachholbedarf ist noch nicht gestillt", sagte Teckentrup dem "Handelsblatt". "Ich rechne allenfalls mit einer verkürzten Urlaubsdauer."

Condor erwartet in wenigen Wochen die Auslieferung des ersten von später 16 Airbus A330-900. Die A330neo bringen eine ziemlich vielversprechende Kabine mit und werden im Winter 2022/2023 zunächst vier Strecken übernehmen: Punta Cana, Seattle, Mauritius und die Maledivien.

Mit der neuen Teilflotte werde Condor aber ebenso neue "Marktchancen" in Nordamerika wie New York, Miami und Los Angeles nutzen - Strecken, auf denen Lufthansa stark ist.

Scharfer Wettbewerb mit Lufthansa

Die Zeiten, in denen sich Lufthansa und Condor aus dem Weg gingen, sind laut Teckentrup ohnehin vorbei. Condor sei "über 20 Jahre" als einzige Airline aus Europa direkt nach Anchorage geflogen, sagte Teckentrup dem "Handelsblatt". "Jetzt fliegt dort auch Eurowings Discover. (...) Für mich ist das nichts anderes als Verdrängung."

Das Bundeskartellamt hatte Condor Anfang September einen "kartellrechtlichen Anspruch" auf Lufthansa-Zubringerflüge an das Frankfurter Drehkreuz zuerkannt. Lufthansa will die Entscheidung anfechten - und die Geschäftsbeziehung mit Condor von einem Special Prorate Agreement auf ein reines Interlining zurückstufen.

Teckentrup will finanzielle Spielräume 2023 für die Rückzahlung weiterer Staatshilfen nutzen. Der Staat hatte die Airline nach der Thomas-Cook-Pleite und in der Corona-Krise mit 525 Millionen Euro unterstützt, aus einem KfW-Kredit stehen noch 175 Millionen aus.

Nach Rückzahlung dieses "Hilfsdarlehens" werden auch die übrigen 49 Prozent von Condor an den neuen Investor Attestor übergehen, sagte Teckentrup. Das werde spätestens 2026 der Fall sein.
© aero.de | Abb.: A. Mohl | 12.11.2022 15:46

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Beitrag vom 14.11.2022 - 19:30 Uhr

... Aber lay-flat Betten in der C sind aktuell ebenfalls Standard. LHs neue 787 haben das auch, aber die alten LH-Kabinen in den A333?
Alle LH Langstreckenflieger haben lie flat Sitze in der C. Condor in der 767 hat das nicht.
Der direkte Zugang zum Gang ist bei der 787 und einige 350 der LH neu. Aber auch hier gibt es das auch nicht in der Condor 767.

Also ich finde, dass Condor halt in allen Klassen nen kleinen Zacken besser ist.
In der Condor "PE" sind normale Eco-Sitze verbaut (330: 2-4-2) bei LH gibt es bessere Sitze (330: 2-3-2)

Als Bonus bekommt man noch nen Airbus-Flieger und kein Putzlappen-Versteck.
Das ist aber für die wenigsten entscheidend ;-)

Beitrag vom 14.11.2022 - 18:06 Uhr
Da scheint es hier aber unterschiedliche Ansichten zu geben. Ist Condor ein Spitzenprodukt oder ein normales Produkt im Massenmarkt? Im Moment sehe ich das noch nicht so richtig geklärt wo man hin will.

Ja ich sprach da für mich persönlich, als Fluginteressierter, der gerne das beste Preis/Leistungsticket kauft. Mit 2-4-2 seh ich Condor da eben ziemlich gut positioniert. Das IFE hat auch nen 13 Zoll Breitbildschirm, das ist für Y ebenfalls recht passabel. LH hat seit der letzten Renovierung 12 Zoll in der PE.

Außerdem wirbt Condor mit der leisesten Kabine in dieser Flugzeuggröße. Das verwundert jetzt etwas, ist die Kabine wirklich leiser als ne 787, oder ist das nur Marketinggelaber? Falls doch was dran wäre, wäre es sicher nicht verkehrt.


In C mit dem hohern Anteil Einzelsitze ist das eher Prmium, für den touristischen Sektor etwas unglücklich mit dem Ateil an Paaren die in Urlaub fliegen. Gleiches für die PE. Für touristisch scheint das zu reichen, für Premium definitiv nicht.

Ne für Premium fehlt die First. Aber lay-flat Betten in der C sind aktuell ebenfalls Standard. LHs neue 787 haben das auch, aber die alten LH-Kabinen in den A333?

Also ich finde, dass Condor halt in allen Klassen nen kleinen Zacken besser ist. Als Bonus bekommt man noch nen Airbus-Flieger und kein Putzlappen-Versteck.

Die, die Y fliegen sind preissensibel, die schauen eher nicht auf das Muster oder die Bestuhlung. Auf der B787 ist 3-3-3 Standard und die Flieger sind voll, scheint niemanden zu schocken.

Jo, geiz ist immer noch geil, aber bisher gabs halt auch keinen modernen 2-4-2-Flieger, so dass man nicht weiss, ob vielleicht doch ein paar einen eventuellen Aufpreis zahlen würden. Wenns zB nur ein paar wenige 10-20 vielleicht max. 50 Euro wären, dann wäre das mir persönlich den Aufpreis bei Condor alle mal wert.

Ob es andere Passagiere abseits der Luftfahrt-Ethusiasten auch so sehen mögen, ist natürlich die Preisfrage.
Beitrag vom 14.11.2022 - 12:19 Uhr
Aber wer fliegt denn mit A380? Das ist dann natürlich auch ne komfortable Option.

SQ.

Ach genau, der Zwischenstopp in FRA, hatte ich ganz vergessen, Danke.

Dann Dauen drücken, das auf Ihrer gewählten Strecke nicht die B767 auftaucht ;-)

Haha, ja, das wäre natürlich weniger witzig, wenn man die tolle neue Neo gebucht hat und dann ne alte 767 am Gate steht.

Aber Condor mit 2-4-2 in PE als Spitze?

Condor hat 2-4-2 nicht nur in der PE, sondern auch in der Y. Das sehe ich als Hauptvorteil im Massenmarkt.
Da scheint es hier aber unterschiedliche Ansichten zu geben. Ist Condor ein Spitzenprodukt oder ein normales Produkt im Massenmarkt? Im Moment sehe ich das noch nicht so richtig geklärt wo man hin will. In C mit dem hohern Anteil Einzelsitze ist das eher Prmium, für den touristischen Sektor etwas unglücklich mit dem Ateil an Paaren die in Urlaub fliegen. Gleiches für die PE. Für touristisch scheint das zu reichen, für Premium definitiv nicht. Die, die Y fliegen sind preissensibel, die schauen eher nicht auf das Muster oder die Bestuhlung. Auf der B787 ist 3-3-3 Standard und die Flieger sind voll, scheint niemanden zu schocken.


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