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Lufthansa kontrolliert 41 Prozent an ITA Airways. Die übrigen Anteile liegen bei Italien - noch. Das nächste Optionsfenster zur Aufstockung auf 90 Prozent zum 1. Januar 2027 öffnet sich im Juni 2026. Spätestens 2033 soll sich Italien bei ITA Airways ganz zurückziehen.
Für den Einstieg mit 41 Prozent hatte Lufthansa 325 Millionen Euro Kapitaleinlage an ITA Airways geleistet. Die zweite Stufe des Übernahmeplans soll eine Überweisung weiterer 325 Millionen Euro - und einer Erfolgsprämie von 100 Millionen Euro - direkt an den staatlichen Mitgesellschafter vorsehen.
Über die Erfolgsprämie, den sogenannten "Earn-Out", gehen die Meinungen zwischen Lufthansa und Italien aber noch auseinander, schreibt die Zeitung "Corriere della Sera" unter Berufung auf Kreise.
ITA Airways kratzt an der Gewinnschwelle
Der Earn-Out ist im "Investment Agreement" zwischen Lufthansa und italienischem Finanzministerium festgeschrieben - setzt aber voraus, dass ITA Airways 2027 die Gewinnschwelle erreicht.
Die Airline ist zwar wirtschaftlich auf einem guten Weg und will sogar den Ausbau der Langstreckenflotte beschleunigen, dürfte aber erst 2028 bilanziell Gewinn schreiben. Das liegt auch an teuren Flottenausfällen.
Italien pocht trotzdem auf den 100-Millionen-Euro-Bonus - und verweist auf die überlange Verfahrensdauer in Brüssel. Die EU-Kommission hatte den Lufthansa-Einstieg bei ITA Airways erst nach 22 Monaten unter Auflagen kartellrechtlich freigegeben.
Laut der Zeitung will Italien will das Basisjahr für den "Earn-Out" auf 2028 verschieben, Lufthansa zieht nicht mit - der Konzern müsste die für ihn ungünstige Änderung am Vertrag schließlich seinen Aktionären vermitteln. Insgesamt sei das Klima zwischen Lufthansa und Italien aber weiter "ausgezeichnet".
© aero.de | Abb.: ITA Airways | 10.02.2026 09:47







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