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Lufthansa City Airlines legt in Frankfurt los

Lufthansa City Airlines Airbus A320neo
Lufthansa City Airlines Airbus A320neo, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa holt ihre jüngste Airline nach Frankfurt: Lufthansa City Airlines hat am Montag den Flugbetrieb am Drehkreuz aufgenommen. Der erste Flug ging mit einem Airbus A320neo nach Manchester. Bis Herbst will City Airlines die Basis am Lufthansa-Hauptdrehkreuz auf sieben Flugzeuge ausbauen.

Lufthansa City Airlines bedient jetzt zwei Drehkreuze. Nach dem Start in München im Sommer 2024 ist der Feeder jetzt auch in Frankfurt aktiv.

"Mit unserer neuen Basis und dem gezielten Ausbau des Kurzstreckennetzes stärken wir zugleich die Marktposition und schaffen die Grundlage für weiteres Wachstum innerhalb des Konzerns", sagte Peter Albers, operativer Geschäftsführer von Lufthansa City Airlines.

Der erste Flug VL946 startete am späten Montagnachmittag von Frankfurt nach Manchester und wurde mit einem Airbus A320neo mit der Registrierung D-AIJN durchgeführt.

"Bereits im Februar werden Berlin und Valencia das Streckennetz ergänzen, gefolgt von Düsseldorf und Málaga ab März mit einem zweiten Flugzeug", steckte City Airline den weiteren Netzaufbau ab. "Ab Sommer 2026 wird das Netzwerk ab Frankfurt schrittweise um weitere Destinationen erweitert, darunter voraussichtlich London-Heathrow, Stockholm, Bilbao, Hamburg, Helsinki, Ibiza, Marseille und Bukarest."

Wachstum der Flotte und Personalaufbau

Bis Herbst soll die lokale Frankfurter Flotte von Lufthansa City Airlines auf sieben Airbus A320neo anwachsen. Die Airline betreibt zudem bereits 13 Flugzeuge an ihrem Heimatdrehkreuz in München. Im Gesamtjahr 2025 wurden knapp 16.000 Flüge mit rund zwei Millionen Passagiere zu 27 Destinationen durchgeführt.

Lufthansa City Airlines rekrutiert aktiv Personal. "In Frankfurt wurden bereits rund 60 Mitarbeitende eingestellt, und in den kommenden Monaten erwartet Lufthansa City Airlines die Einstellung von weiteren 80 Cockpit- und 200 Kabinenmitarbeitenden", so City Airlines. Aktuell beschäftigt die Airline etwa 450 Mitarbeitende.

Lufthansa ersetzt mit City Airlines ihren Hubfeeder Cityline, die voraussichtlich bis 2027 den Flugbetrieb komplett herunterfährt. Nach Informationen aus dem Gewerkschaftsumfeld könnte Cityline noch 2026 ihre CRJ-900 und damit den Kern ihrer Flotte verlieren. Lufthansa hat dies nicht bestätigt. Aktuell laufen Verhandlungen mit Verdi über die Ersttarifierung von City Airlines.

Die neu eingestellten Crews ersetzen zu niedrigeren Bedingungen Kräfte bei der bisherigen Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Lufthansa Cityline.

Für Passagiere ist kaum zu erkennen, mit welcher Gesellschaft sie fliegen, weil City Airlines voll in den Lufthansa-Flugplan integriert ist und auch keine eigenen Tickets verkauft. Ein ähnliches Konzept verfolgt der Konzern bei der Tochter Discover, die auch Fernflüge anbietet. Die Gewerkschaften der Piloten und Flugbegleiter sehen die Strategie kritisch.

Ufo droht mit Warnstreik

Die Kabinengewerkschaft Ufo verlangt Verhandlungen sowohl bei der Kerngesellschaft als auch bei der zur Disposition gestellten Alt-Regiotochter Cityline. In einem Schreiben an die Mitglieder kündigt die Gewerkschaft für den Fall weiterer Gesprächsblockaden Warnstreiks an. Mit diesen sei dann jederzeit und auch sehr kurzfristig zu rechnen.

Seit September 2025 ist Lufthansa City Airlines Mitglied der Star Alliance, was den Zugang zu einem globalen Netzwerk und zusätzlichen Vorteilen für Passagiere ermöglicht. Lufthansa stattet die neue Airline mit 40 Airbus A220-300 aus, die ab Ende 2026 geliefert werden sollen.
© aero.de, dpa | Abb.: Lufthansa | 10.02.2026 11:46

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Beitrag vom 12.02.2026 - 12:45 Uhr
Wenn ich es richtig sehe, sind in FRA die D-AIJN und die D-AIJP im AOC der LHX. Die eine fliegt laut flightradar heute immerhin zweimal FRA-BER-FRA, steht aber am Nachmittag am Boden. Die andere fliegt heute überhaupt nicht. Bei so vielen Annullierungen durch den Streik könnte LHX doch etwas aushelfen. Woran mag das liegen, dass man diese beiden Flugzeuge heute nicht nutzt?
Beitrag vom 12.02.2026 - 08:05 Uhr
Moin,

scheint ja eine Top-Stimmung im Konzern zu geben:

 https://ufo-online.aero/de/themen/lufthansa/item/2641-lufthansa-unite.html
War Sie nicht der, der gesagt hat UFO kann das besser und übernimmt das Ruder?
Gruß,
Jochen

Moin, ja das war ich.

Ich bin der Meinung, dass die UFO die Flugbegleiter besser vertritt, als die Verdi.
Das sei Ihnen auch unbenommen.
Mir ging es darum, dass es aufzeigt, wie die LH mit den Mitarbeitern der Cityline umgeht.
Dann sollten Sie das auch so schreiben. Das macht es einfacher. Mit dem Ableiten von Wahrheiten aus so einem Rundschreiben ist das so eine Sache. Es ist zwar plakativ zu verbreiten “mit ihnen reden wir nicht”, aber vielleicht muss es ja so sein. Wenn es keinen offenen TV gibt, gibt es keinen Grund. Gibt noch keinen Schließungsbeschluss, also muss das warten. Den Sozialplan verhandelt laut BetrVG der Betriebsrat, denn es ist eine Betriebsvereinbarung. Also wäre die UFO rechtlich nicht zuständig. Einen TV Sozialplan zu fordern ist da zu durchsichtig. Das ist nur Öffentlichkeitsarbeit für die Mitglieder und ein bisschen unlauter. Man verkauft sich als zuständig.
Es ist ja nicht so, die Cityline in den letzten Jahren nichts geleistet hat.
Stimmt, dafür gab es ja auch Geld. Produktiv (genug) war man wohl nicht.
Gruß,
Jochen

Na? Wieder mal eloquent mit kompaktem Halbwissen zu glänzen versucht?
Schon mal was von tariflichem Sozialplan gehört?
Und wer ist da wohl "zuständig"? Bei CLH...
Kleiner Tipp: Im Cockpitbereich fängt die Lösung mit V an und hört mit C auf....
Und in der CLH Kabine...?
Aber klingen immer super die Erläuterungen, das ist doch das Wichtigste.
Richtig - Falsch, wer weiß das schon....:-))
Tja, wer weiß das schon. Daher, ein Blick ins Gesetzbuch erleichtert die Rechtsfindung. Also hier nochmal gaaanz langsam für Sie...
Ein Sozialplan ist im BetrVG geregelt, unter den Paragrafen §111-113. Kurz, der BR/PV ist zuständig.
 https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__111.html
Das ist bei CLH wohl auch so passiert. PV hat verhandelt, es kam zu keiner Eingung. PV hat wie vorgesehen dazu eine Einigungsstelle gefordert und bekommen. Urteil ist, letzter verfügbarer Stand, noch nicht rechtskräftig. Soweit alles im Plan.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, einen TV Sozialplan zu vereinbaren. Der würde dann eine Betriebsvereinbarung überstimmen. Geregelt unter §77 BetrVG.
Solange es aber keinen TV gibt, oder der noch in Verhandlung ist, ist die PV zuständig. Die AN sind also jederzeit geschützt, auch wenn die GW nicht zu Potte kommt. Das BetrVG bertücksichtigt auch die Verzögerungstaktiken der LH, die PV ist hier nicht machtlos.

Soweit mir bekannt, und so lesen sich die Veröffentlichungen der UFO
 https://www.ufo-online.aero/de/themen/lh-cityline.html
werden Verhandlungen zu diesem TV erst gefordert und so auch als Streikgrund genannt. Wie die Situation im Cockpit ist, und ob es da bereits einen TV Sozialplan gibt, weiß ich nicht. Habe dazu aber auch nichts gesagt.

Vielleicht ist das ja jetzt etwas klarer.

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2026 08:16 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.02.2026 - 23:53 Uhr
Moin,

scheint ja eine Top-Stimmung im Konzern zu geben:

 https://ufo-online.aero/de/themen/lufthansa/item/2641-lufthansa-unite.html
War Sie nicht der, der gesagt hat UFO kann das besser und übernimmt das Ruder?
Gruß,
Jochen

Moin, ja das war ich.

Ich bin der Meinung, dass die UFO die Flugbegleiter besser vertritt, als die Verdi.
Das sei Ihnen auch unbenommen.
Mir ging es darum, dass es aufzeigt, wie die LH mit den Mitarbeitern der Cityline umgeht.
Dann sollten Sie das auch so schreiben. Das macht es einfacher. Mit dem Ableiten von Wahrheiten aus so einem Rundschreiben ist das so eine Sache. Es ist zwar plakativ zu verbreiten “mit ihnen reden wir nicht”, aber vielleicht muss es ja so sein. Wenn es keinen offenen TV gibt, gibt es keinen Grund. Gibt noch keinen Schließungsbeschluss, also muss das warten. Den Sozialplan verhandelt laut BetrVG der Betriebsrat, denn es ist eine Betriebsvereinbarung. Also wäre die UFO rechtlich nicht zuständig. Einen TV Sozialplan zu fordern ist da zu durchsichtig. Das ist nur Öffentlichkeitsarbeit für die Mitglieder und ein bisschen unlauter. Man verkauft sich als zuständig.
Es ist ja nicht so, die Cityline in den letzten Jahren nichts geleistet hat.
Stimmt, dafür gab es ja auch Geld. Produktiv (genug) war man wohl nicht.
Gruß,
Jochen

Na? Wieder mal eloquent mit kompaktem Halbwissen zu glänzen versucht?
Schon mal was von tariflichem Sozialplan gehört?
Und wer ist da wohl "zuständig"? Bei CLH...
Kleiner Tipp: Im Cockpitbereich fängt die Lösung mit V an und hört mit C auf....
Und in der CLH Kabine...?
Aber klingen immer super die Erläuterungen, das ist doch das Wichtigste.
Richtig - Falsch, wer weiß das schon....:-))


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