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Lufthansa betrachtet PPV-Kündigung als Fehler

Carsten Spohr
Carsten Spohr, © Lufthansa

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FRANKFURT - "Ich hoffe, dass die einer anruft": mitten im angespannten Sommerflugplan 2022 verlassen Hunderte Kapitäne Lufthansa im Zuge eines Freiwilligenprogramms. Lufthansa-Chef Carsten Spohr will einige zum Bleiben überreden. Der Konzern sieht auch bei anderen Krisenentscheidungen Korrekturbedarf.

Für Hunderte Lufthansa-Kapitäne hat der letzte Arbeitsmonat begonnen. Lufthansa hatte Konzernpilotinnen und -piloten ab 55 Jahren 2021 mit Einmalzahlungen zum vorzeitigen Ausstieg aus dem Berufleben motiviert.

Unter dem Eindruck der Krise ist Lufthansa laut Spohr beim Freiwilligenprogramm über das Ziel hinausgeschossen. "Diese falsche Einschätzung, wie viele Flugzeuge haben wir 2022/2023, (...) hat natürlich auch Folgefehler gehabt", räumte Spohr vergangene Woche gegenüber Mitarbeitenden in Frankfurt ein.

"130 (Piloten im Freiwilligenprogramm, Red.) hatte man verhandelt, 380 sind es geworden - und wir im Vorstand haben uns überreden lassen", sagte Spohr . "Jetzt fehlen sie. Ich hoffe, dass die einer anruft, und sie teilweise zurückkommen."

Lufthansa hatte Piloten 2021 teils sechsstellige Abfindungen angeboten. Für A380-Piloten legte Lufthansa sogar noch 35.000 Euro Sonderprämie obendrauf - der Konzern ging fest von einer dauerhaften Einstellung seiner A380-Flüge aus.

Inzwischen will Lufthansa im Sommer 2023 vier oder fünf A380 für das Drehkreuz München reaktivieren - hat aber nur noch 14 Piloten mit aktivem A380-Rating.

Im April hatte Lufthansa bereits mit 30 A340-Piloten aus dem Freiwilligenprogramm eine Verlängerung der Arbeitsverträge vereinbart. 

Lenkt Lufthansa bei Flottenzusage ein?

Den umstrittenen Rückzug des Konzerns aus der Perspektivvereinbarung in den Kerngesellschaften hält Spohr inzwischen ebenfalls für überzogen. "Die PPV-Kündigung, die viele ärgert, wäre nicht nötig gewesen, wenn man damals ein bisschen optimistischer auf die Flottenplanung geguckt hätte", sagte Spohr.

Die Kündigung der Flottenzusage steht im Zentrum eine festgefahrenen Streits mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Die ist seit 1. Juli bei Lufthansa streikfähig. Nach aero.de-Informationen werden Lufthansa und Pilotenvertreter diese Woche zu weiteren Verhandlungen zusammentreffen.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 04.07.2022 07:31

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Beitrag vom 06.07.2022 - 23:40 Uhr
Wenn für Sie (und @FloCo) das allerdings bedeutet Argumente, die NICHT Ihrer Meinung entsprechen, zu ignorieren und den Schreiber stattdessen beleidigen und herabwürdigen ('hier schreibt der Blinde von der Farbe' u.ä.) und Sie den Austausch von Argumenten mit so sinnvollen Beiträge wie "schnarch" befürworten, ja dann ...

"Wenn es sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt hat, dass eine Diskussion mit einem bestimmten User reine Zeitverschwendung ist, weil der betreffende User völlig ahnungslos ist, keine Argumente akzeptiert und zudem jede Aussage anderer so verdreht, wie es für diesen User gerade von Vorteil ist, dann hat jeder andere das Recht, diesen User zu ignorieren."

So steht es in den Nutzungsregeln, können Sie nachlesen...

Also ich habe jetzt sämtliche auf Aero.de zu finden Nutzungsregeln und die Nutzunggsbedingungen durchforstet.
Das von Ihnen eingestellte "Zitat" (!?) konnte ich nirgends finden.

Hier die kompletten Nutzungsregeln:

"Nutzungsregeln

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Sehr geehrte Leser, vielen Dank für die Nutzung des aero.de Forenbereichs. Der Austausch über Themen der Luftfahrt im Portal soll auch weiterhin so frei wie möglich gehalten werden. Wir möchten daher nur auf wenige Punkte zum Verfassen von Stellungnahmen im Forum hinweisen.

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Für die Redaktion,
Dennis Dahlenburg
Chefredakteur aero.de"

Also da steht nichts dergleichen!?

Stattdessen habe ich das hier in den NUTZUNGSBEDINGUNGEN gefunden:

"Im Forum ist auf angemessen Umgang mit anderen Mitgliedern zu achten. Beleidigungen oder sonstige Verunglimpfungen führen zu einer Abmahnung, im Wiederholungsfalle zu einer Sperre des Nutzers."

Könnte es sein, daß Ihr "Zitat" eine freie Erfindung ist, um einen Foristen zu "Verunglimpfen". Das wäre dann allerdings ein Fall für ... siehe oben.

Und @contrail55 und an anderer Forist, dessen Namen nicht genannt werden darf, "klatschen Beifall".

Sowas aber auch!

Beitrag vom 05.07.2022 - 20:52 Uhr
Wenn für Sie (und @FloCo) das allerdings bedeutet Argumente, die NICHT Ihrer Meinung entsprechen, zu ignorieren und den Schreiber stattdessen beleidigen und herabwürdigen ('hier schreibt der Blinde von der Farbe' u.ä.) und Sie den Austausch von Argumenten mit so sinnvollen Beiträge wie "schnarch" befürworten, ja dann ...

"Wenn es sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt hat, dass eine Diskussion mit einem bestimmten User reine Zeitverschwendung ist, weil der betreffende User völlig ahnungslos ist, keine Argumente akzeptiert und zudem jede Aussage anderer so verdreht, wie es für diesen User gerade von Vorteil ist, dann hat jeder andere das Recht, diesen User zu ignorieren."

Es zwingt Sie doch niemand. Da müssen Sie nicht mal auf die 'Nutzungbedingungen' schauen... ;) .

So steht es in den Nutzungsregeln, können Sie nachlesen...
Beitrag vom 05.07.2022 - 20:49 Uhr
> schnarch.

Liebe Sonnenbar ich habe wirklich selten so unqualifizierte Kommentare gelesen wie von Ihnen. Auch dass die EW bereit stehe und die Passage ein Auslaufmodell ist zeigt, dass die wirklich absolut keine Ahnung haben von der LH Group und auch anscheinend nicht dort angestellt sind sonst würden sie so etwas nicht schreiben. Dann frage ich mich, woher ihr Kenntnisstand ist, um hier mitreden zu können. Natürlich darf jeder etwas schreiben.

DC 10 hat es richtig formuliert. Natürlich sind andere Airlines ebenso geplagt wie LH aber ich habe noch kein Schreiben von anderen Airlines gesehen. Die Unzufriedenheit der Belegschaft hält ja schon länger an und man muss auch mal sagen, dass es Spohr geschafft hat sich mit jeder Abteilung zu verkrachen abgesehen evtl von den Büroleuten und das schon vor Corona. Ich kenne keine andere Airline die so viele AOCs gründet, die nicht funktionieren. Spohr reagiert mit Angst und Druck und das schon seit Jahren. Ob das der richtige Führungsstil ist bezweifle ich.
Peinlich ist es aber allemal, wenn der Vorstand sagt er habe sich überreden lassen oder er hoffe jmd ruft sie an. Sorry aber wer wünscht sich denn solche Aussagen seine Vorstandes??
@moonflight hat gefragt, wo denn hier die Argumente des CS Fanclubs sind. Stellt sich zunächst die Frage, ob hier überhaupt Platz ist für Argumente. @FloCo hat es versucht, ohne Erfolg. Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn man hier seinen Frust loswerden will und sein System mal durchreinigt. Das man emotional aufgeheizt auch mal über die Stränge schlägt, geschenkt. Aber ist hier wirklich Platz, oder überhaupt Bedarf, für Argumente?
Wir können es ja mal versuchen. Nehmen wir die Aussage "Ich hoffe, da ruft einer an" Es gibt einiges über das AktG im Netz zu finden, wenn man denn sucht.
Ein VV ist nicht der König des Vorstandes, er ist der, der die AG und den Vorstand nach außen vertritt. Heißt ja auch Sprecher des Vorstandes. Unter den Mitgliedern des Vorstandes besteht kein Über- und Unterordnungsverhältnis und alle haften gleichermaßen. Wenn also ein Mitglied des Vorstandes einen Wunsch über eine Handlung äußert, so ist das einerseits rechtlich korrekt, es gibt ja zunächst eine Resortzuständigkeit, andererseits eine eher unglückliche Darstellung, da es unterschiedliche Auffassungen öffentlich macht.
Auch die Aussagen hier "unter Spohr dies und das..." sind rechtlich nicht korrekt, da alle Entscheidungen satzungsgemäß mehrheitlich durch den Gesamtvorstand beschlossen werden und ggfls. durch den AR bestätigt werden müssen.
Das der Sprecher des Vorstandes dabei in der Schußlinie steht, liegt in der Natur der Sache.

Sie wollen uns hier aber nicht ernsthaft erklären, daß der VV und CEO defacto in seinen Unternehmen NICHTS entscheiden darf!?
Nein, will ich nicht. Lesen und verstehen.
Also auch keine Anweisung an das Personalbüro geben, ala 'Kümmert Euch (bitte) um die vorzeitig entlassenen Pilot*Innen und ruft diese an, ob der/die Eine oder Andere vielleicht wieder bei ums anfangen möchte'. Echt jetzt?
Ich weiß nicht, ob es das darf.

Sorry, aber Herr Spohr ist eben nicht nur 'Sprecher des Vorstandes' - auf den Sie ihn hier reduzieren wollen, sondern eben auch CEO (auch Geschäftsführer genannt).
Nein. Ein Geschäftsführer handelt in einer GmbH und ein Vorstand in einer Aktiengesellschaft.
Und dieser hat durchaus das Recht, ja sogar die Pflicht, Anweisungen zu geben um das Unternehmen, für das er tätig ist, im Sinne seines Arbeitgebers zu führen (und ggfls. Schaden abzuwenden).
Streitet ja auch keiner ab.
Sie? Aber an einem Ressortkollegen vorbei Anweisungen geben? Das schlagen Sie jetzt vor um dann 5 Minuten später über den schlechten Führungsstil zu meckern. Make up your mind.

Nennen Sie mir ein Beispiel, wo ich über den Führungsstil von Herrn Spohr 'gemeckert' (im wahrsten Sinne des von Ihnen verwendeten Wortes!) habe. Ich sehe durchaus das eine oder andere kritisch, aber halt nicht in so ordinärem Ton wie Sie das hier darstellen.

"Ein CEO steht über allen weiteren Führungskräften im Unternehmen, ist für die Positionierung am Markt zuständig, übernimmt Lenkungs- sowie Leitungsfunktionen und entscheidet über alle wichtigen Unternehmensaktivitäten."

Quelle:  https://techminds.de/jobprofile/ceo/

Da klingt das etwas anders.
(Ich hoffe das geht als Argument bei Ihnen durch ;).)
Da schreibt irgendwer auf irgendeiner Seite irgendwas. Als Anregung ok, aber als Argument? Ich halte mich da an den Gesetzestext und dessen Kommentierungen.

Was steht im Gesetztext zu den Aufgaben,Pflichten und Rechten eines CEO?
Einfach lesen, ich bin doch nicht Ihr Sekretär. Wenn Sie damit fertig sind können Sie noch die Satzung der LH AG und die Geschäftsordnung des AR lesen. Das sollte fürs erste reichen.
Wird sowas nicht im Arbeitsvertrag geregelt? Ich kann mir kaum vorstellen, daß Herr Spohr einen Vertrag unterschrieben hat, in dem steht: er habe nichts zu bestimmen!?
Nochmal, sagt ja auch keiner. Da basteln Sie sich wieder was zusammen.
Bevor der Rentner das wieder falsch versteht, nein, ich habe keinerlei Aussage darüber gemacht, was ich am Vorstand gut oder schlecht finde. Das wäre eine Meinung und hier ging es, wie gewünscht, nur um Argumnete.

Wenn für Sie (und @FloCo) das allerdings bedeutet Argumente, die NICHT Ihrer Meinung entsprechen, zu ignorieren und den Schreiber stattdessen beleidigen und herabwürdigen ('hier schreibt der Blinde von der Farbe' u.ä.) und Sie den Austausch von Argumenten mit so sinnvollen Beiträge wie "schnarch" befürworten, ja dann ... .
Sehen Sie, das ist doch ein schönes Beispiel, warum einige sich mit Posts zurückhalten. Das Sie den Verlockungen nicht widerstehen konnten war zu erwarten. Zu @Sonnenbar haben weder @FloCo noch ich irgend etwas gesagt.

Wie lautet das erste Wort in dem Beitrag auf den Sie geantwortet haben? Siehe ganz oben... Völlig egal wie das erste Wort heißt. Sie unterstellen @FloCo und mir, dass wir die Beiträge von @Sonnenbar befürworten. Wieder so eine spinnerte Bastelei.

Sind wir halt schon durch, den Versuch war es wert.

Nichts anderes habe ich von Ihnen erwartet ;).
Ja, geht eigentlich schon wieder viel zu lange. Ein Satz von mir und endlose Richtigstellungen Ihrer Fantasien. Ich bin dann mal raus.

Dieser Beitrag wurde am 05.07.2022 20:49 Uhr bearbeitet.


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